04 von 24: „Das Tor fiel zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt.“
Irgendwo zwischen Kabinengang, Mixed Zone und Stammtisch muss er sich verselbständigt haben. Aber heute fangen wir mal nicht im Stadion an, sondern da, wo uns die Phrase alle trifft und schauen, ob wir ihn entschlüsseln können.
Wenn die Maschine in der 89. Minute stehen bleibt
Psychologisch ungünstig ist die Maschine, die kurz vor Fertigstellung stehen bleibt, während der Liefertermin eh schon eng ist. Psychologisch ungünstig ist die Mail vom Chef, die fünf Minuten vor Feierabend kommt und einem das ganze Wochenende zerschießt.

All das sind Gegentore im Arbeitsalltag und mitten ins Timing. Man rechnet nicht damit, ist im Kopf schon einen Schritt weiter, innerlich vielleicht auf dem Heimweg, save!
Genau deshalb fühlt es sich „psychologisch ungünstig“ an. „Blöder Zeitpunkt, keine Reserve, kein Plan B. Psychologisch wird es, wenn Panik statt Klarheit einsetzt, wenn mehr über Schuld gesprochen wird als über Lösungen.
Privat: Gegentore ohne Ball
Psychologisch ungünstig ist der große Streit am Abend vor einem wichtigen Termin, die Nachricht, die alles verschiebt: Diagnose, Kündigung, Trennung.
Es gibt keinen „günstigen“ Zeitpunkt für so etwas. Aber es gibt Phasen, in denen man weniger belastbar ist als sonst. Müder, angespannter. Und dann trifft einen das Gegentor mit voller Wucht. Das eigentliche Gegentor ist nicht der Moment selbst, sondern das, was im Kopf passiert, wenn es fällt. Verliere ich mich im „Warum jetzt“ oder komme ich ins „Was jetzt“.
Zurück auf den Platz
„Das Tor fiel zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt.“
Meist kurz vor der Pause, nach dem eigenen Tor oder genau in der Phase, in der „eigentlich alles unter Kontrolle“ war.
Dann ist das Gegentor nicht nur ein Tor, sondern ein Auslöser: Für Angst, Hektik, Schuldzuweisung. Die Taktik bricht auseinander, die Angst, das Spiel zu verlieren, breitet sich aus. Die eigentliche Frage lautet nicht: „Warum haben wir dieses Tor kassiert, sondern „lassen wir als Mannschaft zu, dass uns dieses Tor aus der Bahn wirft?“
Was wir mit „Sprüche mit Pfiff“ machen
Phrasen wie diese gehören zum Fußball wie der Anpfiff zum Spiel. Man hört sie in der Mixed Zone, in Talkrunden, in Interviews und am Stammtisch. Mit der Edition „Sprüche mit Pfiff“ machen wir daraus Kunst: Erst der Spruch, dann die Illustration, dann die Patenschaft.
- Eine Persönlichkeit aus dem Fußball sagt: „Gehört, gelesen, gesagt, erlebt – das ist Meiner.“
• Wir zeichnen das Portrait und fügen es ins Bild ein.
• Zum Schluss kommt die Unterschrift dazu.
So wird aus einer Phrase ein Kunstwerk, das unsere Workshops für junge Schiris unterstützt.
Eine außergewöhnliche Edition. Pflicht für jeden Fußballfan.

