08 – „Den muss er machen“
𝗗𝗲𝗿 𝗢𝗿𝘁: Westfalenstadion. 07.12.2025.
Wir waren eingeladen, das Spiel BVB gegen Hoffenheim zu sehen. Es steht 2:0 in der Nachspielzeit. Serhou Guirassy läuft allein aufs Tor zu und jagt das Ding an die Latte. Zwei Reihen hinter mir: „𝘋𝘦𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯!“ Kurz darauf: „𝘋𝘦𝘳 𝘩𝘢𝘵 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘴𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘚𝘱𝘪𝘦𝘭𝘦 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘨𝘦𝘵𝘳𝘰𝘧𝘧𝘦𝘯.“ Zack, Urteil gesprochen.
Er ist als Stürmer geholt worden und ja, den hätte man durchaus versenken können. Genau deshalb lebt der Satz „𝘋𝘦𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯“ und bleibt aktuell, solange Hundertprozentige vergeben werden.
𝗩𝗲𝗿𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗺𝗮𝗹 𝗳𝘂𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗠𝗼𝗺𝗲𝗻𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗦𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗦𝗶𝘁𝘂𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗿
„𝘈𝘭𝘴𝘰 𝘏𝘦𝘳𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘰𝘥𝘦𝘳, 𝘥𝘢𝘴 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘚𝘪𝘦 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘸𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯. 𝘚𝘪𝘦 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘫𝘢 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘦𝘪𝘯 𝘱𝘢𝘢𝘳 𝘔𝘰𝘯𝘢𝘵𝘦 𝘣𝘦𝘪 𝘶𝘯𝘴.“
Oder so: „𝘚𝘰𝘳𝘳𝘺, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘳 𝘒𝘶𝘯𝘥𝘦 𝘩𝘢𝘵 𝘫𝘢 𝘧𝘰𝘳𝘮𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘨𝘦𝘣𝘦𝘵𝘵𝘦𝘭𝘵, 𝘥𝘦𝘯 𝘝𝘦𝘳𝘵𝘳𝘢𝘨 𝘻𝘶 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯. 𝘞𝘪𝘦 𝘬𝘰𝘯𝘯𝘵𝘦𝘯 𝘚𝘪𝘦 𝘥𝘦𝘯 𝘻𝘪𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯?“
Habe ich selbst erlebt. Die Frage ist: Was macht das mit einem? Und wen braucht es dann? Vielleicht jemanden, der nicht nur den Fehler sieht, sondern hilft, Ursachen zu verstehen. Vertrauen aufbauen, an sich glauben, Technik überarbeiten, Muster erkennen, statt nur von außen draufzuhauen.
𝗩𝗼𝗿𝘄𝗲𝗴 𝗲𝗶𝗻𝘀: 𝗜𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝘄𝗲𝗱𝗲𝗿 𝗖𝗼𝗮𝗰𝗵 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗣𝘀𝘆𝗰𝗵𝗼𝗹𝗼𝗴𝗲 und werde mir nicht anmaßen, hier Ratschläge oder Verhaltensmuster zu verteilen. Ich spreche ausschließlich als jemand, der zuschaut, zuhört, Dinge erlebt und einordnet.
𝗕𝗲𝗶 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗿𝗶 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲 𝗲𝘀 𝘂𝗯𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻s 𝗵𝗲𝗶ß𝗲𝗻: „𝘋𝘢𝘴 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘩𝘦𝘯.“
Phrasen wie diese gehören zum Fußball wie die Eckfahnen zum Spiel. Man hört sie in der Mixed Zone, in Talkrunden, in Interviews, am Stammtisch und auf den Rängen. Mit der Edition „𝘚𝘱𝘳𝘶𝘤𝘩𝘦 𝘮𝘪𝘵 𝘗𝘧𝘪𝘧𝘧“ machen wir daraus Kunst: Erst der Spruch, dann die Illustration. So wird aus einer Phrase ein Kunstwerk, das unsere Workshops für junge Schiris unterstützt.
𝗠𝗶𝗿 𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗻𝘁: 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗻𝗳𝗮𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗮𝗹𝗹𝗲𝗺, oder besser, die Konstante, die bleiben sollte. Sowohl das Vertrauen des Umfelds als auch das in die eigene Person. Wer „𝘥𝘦𝘯 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴“ und ihn liegen lässt, braucht nicht die nächste verbale Klatsche, sondern einen Rahmen, in dem Fehler erlaubt sind und korrigiert werden können, ohne dass sofort an der grundsätzlichen Eignung gezweifelt wird. Genauso wenig wie der Spieler verlernt hat, das Tor zu treffen, hat der Angestellte verlernt, seinen Beruf auszuüben.
„Das sind keine Poster! Das ist ein Stück Fußballkultur an der Wand!“
𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗮𝗻𝗻? Im nächsten Spiel trifft er dreimal und wird von denselben Fans, die ihn noch ein paar Tage vorher als Chancentod bezeichnet haben, in den Himmel gelobt: „𝘚𝘦𝘳𝘩𝘰𝘶 𝘎𝘶𝘪𝘳𝘢𝘴𝘴𝘺, 𝘣𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳 𝘔𝘢𝘯𝘯 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘮 𝘗𝘭𝘢𝘵𝘻!“ hallt es dann von den Rängen. Und genau das kann uns allen passieren.
Eine fantastische Edition mit toll interpretierten Sprüchen rund um den Fußball.

